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Woher kommt der scharfe Geschmack der Chilischoten und was kann man dagegen tun?

Der wichtigste scharfe Inhaltsstoff der Chili- oder Pfefferschote ist das Capsaicin. Dieses Molekül kommt auch im Pfeffer vor. Das Capsaicin reizt die Nervenfasern, die fuer den Schmerz zustaendig sind, insbesondere im Mund. Dies fuehrt zu Roetungen, Hitzeempfinden und Schwitzen. Dieses Gefuehl der Verbrennung wird bis zum Gehirn uebertragen und ist je nach Art der Schote unterschiedlich intensiv. In der Regel haengt die Schaerfe der Schote von ihrer Groesse ab: je kleiner, desto schaerfer. Neben dem brennenden Geschmack ruft die Chilischote auch eine Stimulierung der Speichelbildung hervor und aktiviert den Durchlauf durch den Verdauungstrakt. Ferner regt die Pfefferschote die Freisetzung endogener, opiumaehnlicher Substanzen an. Diese Substanzen wirken auf das fuer den Schmerz zustaendige Nervensystem. Weniger angenehm: Der Genuss der scharfen Schote kann Brennen am Anus hervorrufen.


Das Capsaicin Molekül

Wenn Sie den scharfen Geschmack der Pfefferschote nicht vertragen, sollten Sie nicht versuchen, «das Feuer zu löschen», sondern Milch trinken oder ein Stueck Kaese essen. Warum? Das Casein, das Haupteiweiss der Milch, kann den Schmerz bekaempfen, indem es an den Rezeptoren den Platz des Capsaicins einnimmt. Casein ist vorwiegend in Milchprodukten vorhanden.




TIP:
Die Samen der Chilischoten sind schärfer als die Haut. Sie können die Schoten etwa 5 mm von der Wurzel entfernt der Länge nach bis zur Spitze aufschneiden und dann die Samen entfernen. Legen Sie die Chilischoten dann ins Wasser, die Schoten fangen sich dann wie eine Blume an zu oeffnen und koennen so dekorativ verwendet werden.