Wussten Sie schon ?
Die medizinischen Aspekte asiatischer Kueche
Viele der Zutaten asiatischer Kueche haben positive Eigenschaften bezueglich der Staerkung des Immunsystems, wirken entzuendungshemmend oder haben andere Eigenschaften welche die asiatische und thailaendische Kueche zu einer der gesuendesten der Welt machen.
Insbesondere Ingwer, Galgant, Koreander, Chili und Knoblauch, welches auch die Hauptbestandteile bekannter Speisen sind haben solche Eigenschaften:
Ingwer – aromatischer Wurzelstock als Multitalent
Kaum ein Gewuerz beweist so große Vielfalt wie dieses Rhizom aus dem fernen Asien. In sueßen wie auch in pikanten Speisen, ja selbst in Getraenken findet Ingwer zahlreiche Liebhaber.
Dieser Wurzelstock mit seinen wirksamen Inhaltsstoffen, den Harzgemischen und aetherischen Oelen, hat jedoch auch fuer Gesundheit und Wohlbefinden viel zu bieten.
Ingwer gilt in der ayurvedischen Erfahrungsmedizin sowie in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als wahres Multitalent: als großer Heiler, Kraftspender und Erwaermer. Ob bei Erkaeltungen, Abwehrschwaeche, Appetitlosigkeit, Blaehungen, Durchblutungsstoerungen, Kreislaufschwaeche sowie Muedigkeit und Erschoepfung, kommt dieses energievolle Rhizom zum Einsatz.
Besonders profitiert auch der Magen-Darm-Trakt von der Wirkkraft des Ingwers. Dieser regt die Produktion der Verdauungssaefte an, stimuliert Magen- und Darmmuskulatur und bringt die Darmflora wieder ins Gleichgewicht. Ein gutes Mittel auch auf Reisen in ferne Laender mit ungewohnter Kost.
Wissenschaftlich belegt ist zudem die hervorragende Wirkung getrockneten Ingwers bei Übelkeit, Erbrechen und Schwindel – also ideal fuer Reisen mit dem Auto, Flugzeug oder Schiff. Auch fuer Kinder ist Ingwer hier ein optimales, natuerliches Mittel ohne Nebenwirkung.
Chili – Allrounder fuer die Gesundheit
Chilischoten – unverzichtbar fuer alle Liebhaber der feurigen Kueche. Diese Beerenfruechte aus der Familie der Nachtschattengewaechse hatte einst Columbus als wuerziges Souvenir aus Amerika mitgebracht.
Das spezielle an der Chilischote ist ihr scharfer Inhaltsstoff Capsaicin, der in Samen und Scheidewaenden sitzt. Das Entfernen von Samen oder Scheidewaenden bei den frischen Schoten – am besten zur Vermeidung von Hautreizungen hierzu Einweghandschuhe tragen – mildert den „pepper-high“.
Der Scharfstoff Capsaicin hat jedoch – in Maßen genossen – eine gesamt positive Wirkung. So aktiviert dieser den Organismus, regt den Appetit sowie die Verdauung staerkehaltiger Nahrung wie Reis oder Mais an und pusht zudem den Stoffwechsel. Im Verbund mit dem Vitamin C – ebenfalls Inhaltsstoff dieser Beerenfrucht – unterstuetzt Capsaicin zudem die Infektionsabwehr. Doch wie so oft – die Menge macht’s auch hier: in hoeherer Dosierung wirkt Capsaicin reizend und kann eventuell so empfindliche Schleimhaeute im Magen-Darm-Bereich angreifen.
Auch zur aeußeren Anwendung eignet sich die waermende Kraft der Chilis – am meisten wohl bekannt durch spezielle Balsame, Salben oder Pflaster. Hier sind es besonders schmerzhafte Muskelverspannungen im Schulter-Arm- sowie Wirbelsaeulenbereich, die durch die durchblutungsfoerdernde, erwaermende Wirkung der Feuerschoten gelindert werden koennen.
siehe auch 'Chili - scharf wie die Hölle'
Galgant
(Alpinia officinarum) galt bei der Hl. Hildegard von Bingen als Mittel gegen Herz- und Magenschmerzen. Galgant kam aus Ostasien und gelangte, durch arabische Ärzte empfohlen, sehr frueh nach Europa - seinerzeit eine sehr teure Pflanze! Sie gedeiht als Strauch und gehoert zu den Ingwergewaechsen. Heute wird die Wurzel als scharfes Gewuerz fuer asiatische Suppen und bei Rindfleisch verwendet, aber auch fuer Teezubereitungen aufgrund des Gehaltes an etherischen Oelen sowie an scharf schmeckenden Harzen, wie Alpinol und Galangol, und an Flavonoiden. Galgant ist dazu antibakteriell, lockt Gallensaft, beugt Folgen bei Stress und Erschoepfungszustaenden vor. In der traditionellen Naturheilkunde ist Galgant mit aphrodisierender Wirkung beschrieben worden.
Knoblauch
Knoblauch dient nicht nur zum Wuerzen von Speisen, ihm werden darueber hinaus gesundheitserhaltende Eigenschaften zugeschrieben, indem er das Immunsystem staerkt und kann vor vielen Mikroben schuetzt. Auch werden den Sprosszwiebeln Radikalfaengereigenschaften und positive Wirkungen auf Gedaechtnis und Konzentrationsvermoegen (in Kombination mit Ginkgo) zugeschrieben. Eine der therapeutisch wichtigen Substanzen im Knoblauch ist das Allicin, jenes Eiweiß, das nicht nur den typischen Knoblauchgeruch verantwortet, sondern die Pflanze auch vor Bodenparasiten schuetzt. Allicin wehrt Bakterien, Viren und Pilze ab, indem es Emzyme (Zysteinproteinase und Alkoholdehydrogenase) blockiert, mit deren Hilfe die Krankheitserreger in das Gewebe eindringen koennen.






